Ein dramatisches Ende

Es war wieder soweit- die fünfte Jahreszeit im Eishockey war endlich gekommen. Es war Play-Off-Zeit.
Die Deadly Phantoms, kurz vor Ende der Regular Season noch knapp an den TOP 100 gescheitert, wollten heute endlich den Traum von der Meisterschaft realisieren. Nachdem man in den letzten Play-Offs noch im Finale gegen den Gewinner der Regular Season, den MPuckers, gescheitert war, konnten sich die Phantoms-Anhänger nun also berechtigte Hoffnungen auf den Sieg Ihrer Mannschaft machen.

Das erste Spiel bestritten die Phantoms auswärts beim HC Helvetia. Nachdem die ersten Spielminuten durch Nervosität geprägt waren, machte Kapitän Stefan Mieth, das was man von ihm erwartet: Er übernahm Verantwortung und brachte sein Team mit 1:0 in Führung. Nun spielten die Phantoms flüssiger und beherrschten den Gegner nach Belieben. So schoss man durch zweimal Marko Zahn, weitere zweimal Stefan Mieth sowie Chris Vorobiev bis zum Ende einen ungefährdeten 6:0 Sieg heraus. Wenn es etwas zu bemängeln gab, dann trotz sechs Toren die Chancenauswertung. Der Gegner war hierüber so frustriert, dass man kurz vor Ende der Spielzeit anfing, nur noch auf den Körper der Phantoms zu spielen. Dadurch erlitt Stefan Mieth eine Blessur im linken Knie, sodass er nach erster Diagnose für den Rest der Play-Offs ausfallen würde.

So ging man nun in das zweite Spiel, jedoch ohne den verletzten Kapitän Stafen Mieth. Ersatz musste gefunden werden. Und man fand ihn in Fynn Willer, den jüngsten im Team. Dieser jedoch machte seine Sache außerordentlich gut und verhalf dem Team nach erneut nervösem Beginn mit 2 Toren und einer Vorlage zu einem 3:0 Sieg.

Zu Spiel drei reiste man nun zu den Kungsholmen Hawks HC. Als die Phantoms zum Warm-Up aufs Eis liefen, staunten die mitgereisten Fans nicht schlecht. Kapitän Stefan Mieth lief sich warm, sollte also spielen. Wie wir hinterher erfuhren war dies nur Dank einer sehr guten Leistung von Betreuer Andy Reyman möglich, der bei den Fans von nun an den Ruf des Wunderheilers hat. Dass Stefan Mieth wieder bei vollen Kräften war, bewies er in der neunten Minute. Chris Vorobiev legt quer und der Kapitän netzte zur 1:0 Führung ein. Die Hawks waren vollkommen überfordert und hatten keinerlei Ordnung im Spiel, sodass die Paradereihe um Marko Zahn, Stefan Mieth und Chris Vorobiev nach Lust und Laune kombinieren konnte. Am Ende stand ein ungefährdeter 8:0 Sieg zu Buche, der auch hätte höher ausfallen können. Denn gerade als Vorobiev und Mieth ein 2 auf 0 Break liefen, wurde Verteidiger Sören Lüttich zu einem Kampf herausgefordert, den er sich nicht entgehen ließ, gewann und somit die Schmach des Gegners noch höher ausfallen ließ.

Man war also dort angekommen, wo man schon in den letzten Play-Offs war: Im Finale. Erneut aber musste man auswärts antreten, was sich bisher jedoch als gutes Omen in den bisherigen Play-Offs herausstellte.
Man reiste zum HC Lakeus, der überraschender Weise im Finale stand. Mit insegsamt 2000 Fans wollten sich auch die Phantoms-Anhänger dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Endlich solte der Traum in Erfüllung gehen.

 

Warum der HC Lakeus im Finale stand, war schnell klar. Mit einer sehr geordneten Defensivleistung zerstörte man erfolgreich das Spiel der Phantoms. Jedoch fanden diese im Gegenzug oftmals in Sören Lüttich, Sebastien Bisaillon oder Goalie Craig Johnson ihre Meister. Geprägt durch wenige Strafzeiten sowie einem schnellen Spielfluss endete die reguläre Spielzeit recht schnell mit einem 0:0. Overtime also. Welches Team würde die besseren Nerven haben? Ein so oder so dramatisches Ende stand bevor.

 

In der ersten Overtime hatten beide Teams nur je eine nennenswerte Chance. Auf Seiten der Gäste scheiterte Stefan Mieth am gut aufgelegten Goalie der Gastgeber. So ging auch dieser Spielabschnitt recht schnell zu Ende. Die zweite Overtime war dann schon wieder etwas mehr offensiv ausgerichtet. In der 14. Minute geschah es dann. Der Stürmer des gastgebenden Teams schoss, der Puck rutscht Goalie Johnson durch die Schoner, doch gerade noch rechtzeitig schließt er seine Beine und kann so den Treffer verhindern. Das folgende Bully gewann Marko Zahn, Sebastien Bisaillon wollte auf Stefan Mieth passen, der jedoch vom Gegner abgefangen wurde. Entschlossen holte Stefan Mieth jedoch den Puck zurück und passte schnell auf den auf der rechten Seite stehenden Chris Vorobiev. Dieser führte den Puck in die Offensivzone, hatte zwei Verteidiger gegen sich und leider niemanden, der schon aufgerückt war. So fasste er sich ein Herz, zog in die Mitte und schloss mit einem seiner gefürchteten Handgelenksschüsse ab. Rechts oben zappelte der Puck im Netz- Die Spieler und Fans verfielen in totale Extase. Man hatte es geschafft- man hatte endlich den Meistertitel erreicht. Nachdem die Offiziellen zunächst die Mannschaft feiern ließ, rollte man den Teppich aus und der Meisterschaftspokal wurde Richtung Eis getragen. Wenige Minuten später empfing ein überglücklicher und zu Tränen gerührter Stefan Mieth den Pokal aus den Händen von Comissioner Gary Bettman. Nun konnte man sich entspannt dem Feiern mit den Fans hingeben. Diese Feier war bis Redaktionsschluss noch nicht beendet und man kann davon ausgehen, dass die Party auch in der Heimat weitergehen wird. So hatten die Phantoms erneut ein dramatisches Ende der Play-Offs erreicht. Diesmal mit dem glücklicheren Ende auf ihrer Seite.